Symptome

Husten, Engegefühl, Atemnot – Die Asthma-Symptome
Sechs Prozent der Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden an Asthma. Symptome sind vor allem anfallsartig auftretende Atemnot, nächtlicher Husten, Engegefühl in der Brust und erschwertes Ausatmen.

Asthma-Symptome treten schubweise auf
Typisch für Asthma ist, dass die Symptome anfallsartig auftreten. Es gibt oft lange beschwerdefreie Phasen, in denen kaum oder keine Krankheitszeichen feststellbar sind. Trotzdem bleibt ständig die Entzündung der Atemwege bestehen und muss kontinuierlich behandelt werden, um damit die auftretenden Asthmaanfälle zu reduzieren und weitere Schäden zu verhindern. So unauffällig die Erkrankung in den beschwerdefreien Phasen ist, so massiv können die Symptome jedoch während eines Anfalls sein.

Übrigens: Gerade bei Kindern treten bei Asthma Symptome auf, die eher unspezifisch sind:
Vor allem Reizhusten ist bei ihnen das Leitsymptom. Da dieser aber auch viele weitere Ursachen haben kann, wird die Diagnose „Asthma“ häufig erst spät gestellt, was sich negativ auf den Verlauf der Erkrankung auswirken kann. Je früher die Behandlung beginnt, umso besser ist die Prognose und umso einfacher ist ein dauerhaft beschwerdefreier Zustand zu erreichen. Wer ungeklärten Husten oder typische Asthma-Symptome bei sich oder seinem Kind feststellt, sollte deshalb möglichst bald einen Arzt aufsuchen.

Quelle: www.ogp.at

So erkennen Sie einen Asthma-Anfall

Symptome bei einem Anfall:

  • Bei einem Asthmaanfall kommt es plötzlich zu teils massiver Atemnot.
  • Besonders das Ausatmen ist erschwert und oft von pfeifenden oder brummenden Geräuschen begleitet.
  • Die Patienten haben ein Erstickungsgefühl und in der Folge oft Angstzustände.
  • Es kann zu Herzrasen oder einer vorübergehenden Herzrhythmusstörung kommen,  sodass gerade ungeschulte Patienten den Eindruck haben, einen Herzinfarkt zu erleiden.
  • Auch Hustenanfälle können hinzukommen. Während des Anfalls können viele Patienten nicht sprechen, was die Angstgefühle noch verstärken kann. Nach einem Asthmaanfall tritt häufig eine massive Erschöpfung ein. Die Patienten brauchen lange, um sich wieder zu erholen.

Unser Asthma Notfallplan hilft Ihnen im Falle eines Asthma-Anfalls:

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Asthma Anfall

Ursachen & Risikofaktoren

Ursache und Auslöser sind oft schwer auszumachen
Woher eine Krankheit kommt, das beschäftigt viele Patienten. Ganz konkrete Aussagen lassen sich über die Asthma-Ursache jedoch oft gar nicht treffen. Wichtig für die Patienten kann allerdings sein, die Auslöser für einen Asthma-Anfall ausfindig zu machen. Diese können einen allergischen oder nicht-allergischen Ursprung haben.

Vererbung als Asthma-Ursache?
Die genaue Ursache für die Entstehung von Asthma ist bisher nicht bekannt. Allerdings tritt die Krankheit in manchen Familien gehäuft auf, meist auch in Zusammenhang mit Neurodermitis oder Heuschnupfen. Allerdings scheint nicht die Krankheit selbst vererbbar zu sein, sondern nur die Veranlagung dazu, also die Bereitschaft, im Lauf des Lebens Asthma zu entwickeln. Ob sich diese Veranlagung tatsächlich in Asthma manifestiert, hängt in erster Linie von Umweltfaktoren ab. Die Häufigkeit von Atemwegsinfekten in der Kindheit scheint zum Beispiel mitbestimmend zu sein.

Welch große Bedeutung die Umweltfaktoren haben, zeigt sich unter anderem darin, dass die Häufigkeit von Asthma in den Industrienationen seit Jahrzehnten ständig zunimmt.

Was kann einen Asthmaanfall auslösen?

Allergische und nicht-allergische Auslöser für Asthmaanfälle
Ein Asthmaanfall kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst oder verstärkt werden.

  • Bei einem Teil der Patienten handelt es sich um eine allergische Reaktion auf verschiedene Stoffe, zum Beispiel auf Pflanzenpollen von Gräsern, Kräutern, Getreide oder Bäumen, auf Schimmelpilze, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel, Nahrungsmittelzusatzstoffe oder andere Allergene.
  • Doch nicht bei allen Asthmapatienten liegt eine Allergie vor. Auch chemische Reize können einen Anfall verursachen: Medikamente, Tabakrauch, Körperpflegemittel, Haushaltsreiniger, Parfüm, Haarspray, Farben und Lacke und viele weitere Stoffe können Verursacher sein.
  • Die Asthma-Ursache kann aber auch einfach im Alltag liegen: Schon kalte Luft, körperliche oder seelische Belastung sowie Infekte der Atemwege können einen Anfall auslösen.

Manche dieser Verursacher können problemlos gemieden werden. Gerade bei Allergien ist dies von großer Bedeutung. Andere sind jedoch nicht ohne massive Veränderung vermeidbar. Um Asthmaanfälle und Folgeerkrankungen zu verhindern, ist deshalb eine frühzeitige und 
durchgängige Behandlung wichtig.

Diagnose

Diagnose mit unterschiedlichen Mitteln
Besteht der Verdacht auf Asthma, gibt es verschiedene Diagnosewerkzeuge, die eine eindeutige Erkennung der Krankheit ermöglichen: Anamnese, Lungenfunktionstests, EKG, Ultraschall, Röntgen, Allergietest und einiges mehr. Die Krankheit entwickelt sich schleichend, daher ist sie in der Anfangszeit noch nicht so leicht zu erkennen und oft auch noch nicht sehr belastend. Da jedoch mit jeder Episode der Schweregrad der Krankheit zunehmen kann, ist es sehr wichtig, bereits bei leichten Symptomen einen Arzt aufzusuchen, damit eine Asthma-Diagnose frühzeitig gestellt werden kann.

Die ersten Schritte für eine Asthma-Diagnose

Der erste Weg führt zum Hausarzt. Dieser wird zunächst selbst einige Untersuchungen vornehmen und Sie bei unklaren Diagnosen oder für zusätzliche Untersuchungen zu einem Lungenfacharzt überweisen.

Wichtige Hinweise, um Asthma als Diagnose stellen zu können, bietet die Anamnese. Hier stellt der Arzt eine ganze Reihe an Fragen zur persönlichen Krankheitsgeschichte, zu den Symptomen und zu Ihren Lebensumständen. Die Antworten auf diese Fragen bestärken oder widerlegen den Diagnoseverdacht.

Im nächsten Schritt ist ein Lungenfunktionstest notwendig. Er gibt Aufschluss über Verengungen der Atemwege. Das häufigste Verfahren heißt Spirometrie. Hierbei wird möglichst tief in ein spezielles Gerät ausgeatmet, das dann die Lungenleistung misst.

Weitere Untersuchungen für die Diagnose „Asthma“
Treten die Atembeschwerden vor allem nach Kontakt mit Tieren oder vermehrt im Frühjahr oder Sommer auf, besteht der Verdacht auf eine Allergie (zum Beispiel Heuschnupfen oder Tierhaarallergie), die die Beschwerden auslöst. Der Botenstoff Histamin spielt bei dieser Reaktion eine große Rolle. Gibt es Hinweise auf ein allergisches Asthma, wird meist ein Allergietest durchgeführt. Hierbei werden die häufigsten Allergene in die oberste Hautschicht eingebracht und die Reaktion der Haut überprüft.

EKG, Ultraschall oder Röntgen werden manchmal während eines akuten Asthma­anfalls eingesetzt und zeigen typische Veränderungen bei Asthma.

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Asthma Diagnose

Therapie

Ziel einer modernen Asthmatherapie ist ein nahezu symptomfreier Zustand, der die Patienten im Alltag nicht einschränkt. Um dieses Ziel zu erreichen, sind verschiedene Maßnahmen notwendig. 
Die Therapie ruht deshalb auf vier Grundpfeilern:

Medikamentöse Maßnahmen zur Behandlung von Asthma

Medikamentöse Maßnahmen 
Die erste Säule der Asthmatherapie betrifft die medikamentöse Behandlung. Die Einnahme der korrekten Medikamente und die regelmäßige Anpassung der Therapie sind ausschlaggebend für den Erfolg der Behandlung. Die Medikation hilft, gesund zu bleiben. Meist werden die Medikamente inhalativ verabreicht, sodass die Wirkstoffe direkt dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Damit kann die Dosierung deutlich niedriger ausfallen als beispielsweise bei einer Tablette. In der Asthmabehandlung kommen vor allem zwei Gruppen von Medikamenten zum Einsatz: Einerseits werden entzündungshemmende Mittel zur Behandlung gegeben. Sie arbeiten also gegen die Entzündung in den Bronchien, die jedem Asthma zugrunde liegt, und müssen ab einem bestimmten Schweregrad dauerhaft eingenommen werden. Andererseits gibt es atemwegserweiternde Medikamente. Ab einem gewissen Schweregrad der Erkrankung werden beide Arten von Medikamenten dauerhaft eingenommen. Zusätzliche Notfallmedikamente helfen im Akutfall und verschaffen schnelle Linderung der Atemnot.

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Medikamentöse Maßnahmen

Nicht-medikamentöse Maß­nahmen zur Behandlung von Asthma

Körperliche Aktivitäten und Atemtherapie
Früher wurde Asthmatikern empfohlen, körperliche Anstrengung zu meiden. Heute weiß man, dass körperliche Aktivitäten dazu beitragen können, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Atemtherapie und Atemphysiotherapie
helfen bei der Erlernung wichtiger Atemtechniken und -übungen. Außerdem sollten Asthmatiker unbedingt das Rauchen aufgeben. Das ist nicht nur für das Asthma wichtig, sondern senkt das Risiko auch für andere schwere Krankheiten wie beispielsweise COPD.

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Körperliche Aktivitäten

Vermeidung von Auslösern und Verstärkern der Asthmaanfälle
Auch wenn es schwierig sein kann: Sie sollten Ihre individuellen Auslöser von Atemnot vermeiden. Je nachdem, welche Faktoren bei Ihnen die Asthmaanfälle auslösen, werden dafür unterschiedliche Maßnahmen notwendig.

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Vermeidung von Auslösern

Selbstkontrolle der Erkrankung
Die Beschwerden bei Asthma schwanken sehr stark. Wenn die Beschwerden zunehmen, muss möglicherweise die Asthmatherapie angepasst werden. Deshalb muss die Erkrankung unbedingt vom Patienten selbst kontrolliert werden. Das geschieht mit dem sogenannten Peak-Flow-Meter, einem einfachen Messgerät, das die Weite der Atemwege bestimmt. Weitere Maßnahmen zur Selbstkontrolle sind persönliche Aufzeichnungen wie ein Anfallstagebuch oder eine Medikamentenliste.

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Selbstkontrolle

Der Inhalator

Schnelle Linderung bei einem Asthmaanfall
Ein Inhalator ist die häufigste Darreichungsform von Asthmamedikamenten, da diese direkt an den Wirkort, also in die Atemwege, gelangen. Dadurch reicht im Vergleich zu Tabletten eine niedrigere Dosis aus, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Pulverinhalator oder Dosieraerosol – der richtige Inhalator für jeden Patienten
Für die bei Asthma verschriebenen Inhalatoren gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Dosieraerosole und Pulverinhalatoren.

  • Bei einem Dosieraerosol (oder auch einfach „Asthmaspray“) befindet sich der Wirkstoff in einem Aluminiumbehälter. Je nach Medikament muss das Inhalationsgerät vor der Anwendung geschüttelt werden, damit sich der Wirkstoff mit dem Treibmittel vermischt.
  • Ein Pulverinhalator enthält, wie der Name schon sagt, Wirkstoffe in Form von Pulver. Weil der Inhalationsmechanismus durch den Atemzug ausgelöst wird, ist hier kein Treibmittel notwendig.

Richtig Inhalieren 

Auf die Technik kommt es an!
Egal welchen Inhalator Sie verwenden: Die richtige Anwendung ist von großer Bedeutung für die Wirksamkeit.

  • Beim Dosieraerosol ist die Koordination zwischen Auslösung des Sprühstoßes und Einatmen besonders wichtig.
  • Pulverinhalatoren werden von manchen Patienten als einfacher in der Anwendung empfunden, da hier diese Koordination nicht nötig ist: Die Freisetzung des Wirkstoffes wird direkt durch den Atemzug ausgelöst. Trotzdem ist auch hier die Technik wichtig: Die Inhalation muss schnell und tief erfolgen, damit die Wirkung vollständig einsetzen kann.

Wichtig ist ein sicherer Umgang mit dem Gerät. Nur so können Sie auch im Akutfall schnell und sicher Ihre Medikamente inhalieren. Lassen Sie sich die richtige Anwendung deshalb von Ihrem Arzt oder Apotheker genau erklären und üben Sie sie am besten in seiner Anwesenheit. So bekommen Sie die notwendige Sicherheit, die Ihnen bei einem Asthmaanfall hilft, schnell und richtig zu handeln.

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Inhalator

Begleiterkrankungen

Eine Krankheit kommt selten allein
Asthma bronchiale lässt sich meist sehr gut in den Griff bekommen, sodass viele Patienten weitgehend uneingeschränkt ihrem Alltag, ihrem Beruf und ihren Freizeitaktivitäten nachgehen können. Allerdings tritt Asthma nicht immer alleine auf. Sehr häufig kommen Allergien als Begleiterkrankungen oder Ursachen hinzu.

Asthma und Allergien: häufig im Doppelpack
Asthma kann in zwei Formen auftreten: als allergisches und als nicht-allergisches Asthma. Das allergische Asthma wird immer von Stoffen ausgelöst, gegen die der Patient allergisch ist, zum Beispiel Hausstaub, Pollen oder Tierhaare. Aber auch beim nicht-allergischen Asthma treten häufig gleichzeitig Allergien auf, manchmal auch mehrere, teils stark ausgeprägte Allergien. Neben dem Asthma müssen auch die Allergien in die Therapie mit einbezogen werden. In den meisten Fällen bedeutet das, dass die Auslöser so weit wie irgend möglich vermieden werden müssen. Tierhaarallergiker sollten beispielsweise keine Haustiere halten, gegen die sie allergisch sind, und auch den engeren Kontakt mit diesen Tieren vermeiden. Patienten mit einer Lebensmittelallergie müssen auf die betreffenden Speisen unbedingt verzichten. Bei Pollen und Hausstaub ist die Sache schwieriger, denn ihnen kann man nicht vollständig entgehen. Aber auch hier gibt es Verhaltensmaßnahmen, die die Belastung für den Organismus reduzieren.

Asthma & Begleiterkrankungen: Weitere häufige Kombinationen
Asthma und Diabetes stehen in einem unglücklichen Verhältnis zueinander: Wer an Diabetes mellitus (der „Zuckerkrankheit“) erkrankt ist, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, auch Asthma zu bekommen. Gleiches gilt auch umgekehrt: Asthmatiker entwickeln leichter Diabetes. Der behandelnde Arzt wird deshalb bei einem Asthmapatienten auch den Zuckerspiegel im Blick behalten. Auch folgende Krankheiten kommen bei Asthma als Begleiterkrankungen vor: chronische Darmerkrankungen, Neurodermitis, chronischer Schnupfen. Ob und in welchem Maß die Begleiterkrankungen von Asthma behandelt werden müssen, entscheidet der behandelnde Arzt. Er kann Ihnen auch Hinweise zur Vermeidung der Begleiterkrankungen geben.

Asthma bei Kindern

Fast jedes zehnte Kind im deutschsprachigen Raum hat Asthma. Damit ist Asthma die häufigste chronische Krankheit bei Kindern. Problematisch: Häufig dauert es lange, bis die richtige Diagnose gestellt wird und die Behandlung einsetzt. Beruhigend: Gerade bei kleinen Kindern können die Beschwerden auch wieder verschwinden. Sie leiden dann nicht an einer echten Asthmaerkrankung, sondern an obstruktiven und spastischen Entzündungen der Atemwege, die vor allem bei Infekten auftreten. Die Symptome sind kaum von einem echten Asthma zu unterscheiden und verschwinden meist bis zum Schulalter.

Die Diagnose von Asthma bei Kindern

Um Asthma bei Kindern zu diagnostizieren, sind vier Faktoren wichtig:

  • die Anamnese: Der Arzt befragt die Eltern und (je nach Alter) das Kind nach den Symptomen, deren Häufigkeit und Zeitpunkt. Er fragt außerdem Allergien ab und erkundigt sich auch nach den Risikofaktoren in der Familie.
  • körperliche Untersuchung: Bei dieser ist vor allem das gründliche Abhören der Lunge wichtig.
  • Allergietest: Da Asthma sehr häufig von Allergien verursacht wird, ist ein   Allergietest der nächste Schritt. Mit einem Pricktest und einer Blutuntersuchung kontrolliert der Arzt die Reaktion auf eine Vielzahl an häufigen Allergieauslösern.
  • Lungenfunktionsprüfung: Lungenfunktionstests sind ein wichtiges Diagnosewerkzeug bei Asthma. Allerdings erfordern die meisten Methoden die Mitarbeit der Kinder, weshalb sie erst etwa ab dem vierten Lebensjahr möglich sind. Spezialisierte Praxen oder Kliniken haben manchmal kindgerechte Software, bei der die Kinder während des Tests virtuelle Kerzen auspusten. Das erhöht die Motivation zur Mitarbeit deutlich.
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Untersuchung Kind

Die Behandlung von Asthma bei Kindern

Je frühzeitiger die Asthma-Behandlung beginnen kann, umso leichter ist die angestrebte Beschwerdefreiheit für das Kind zu erreichen. Auch bei Kindern werden sowohl Langzeitmedikamente als auch Bedarfsmedikamente eingesetzt, die Dosierung ist individuell angepasst und muss regelmäßig kontrolliert werden.

Um die richtige Anwendung von Inhalatoren für die Kinder zu vereinfachen, werden Vorschaltkammern („Spacer“) eingesetzt. Besonders wichtig für den Verlauf der Krankheit und für die Psyche des betroffenen Kindes sind altersgerechte Asthmaschulungen. Hier lernen Kinder, Eltern und Geschwister, woher die Krankheit kommt und wie sie mit ihr umgehen können.

Asthma-FAQ

Hier finden Sie eine Reihe von häufig gestellten Fragen (FAQ) zum Thema Asthma auf einen Blick.

Was ist Asthma?

Asthma ist eine dauerhafte Entzündung der Atemwege, die eine Überempfindlichkeit der Bronchien verursacht. Allergene, aber auch körperliche oder seelische Belastung, Nebel, kalte Luft oder Duftstoffe können einen Asthmaanfall auslösen. Atemnot und Husten sind die typischen Symptome.

Ist Asthma heilbar?

Asthma heilt in aller Regel nicht aus, sondern bleibt bestehen. Bei konsequenter Behandlung und Meidung der Auslöser ist jedoch ein nahezu beschwerdefreies Leben möglich. In wenigen Fällen treten Asthmaanfälle nur bis zum Ende der Pubertät auf.

Wie fühlt sich eine Asthmaattacke an?

Sinkt die Lebenserwartung durch Asthma?

Wird Asthma nicht behandelt, kann es zu bleibenden Schäden und lebensgefährlichen Attacken kommen. Ist die Krankheit jedoch unter konsequenter Beobachtung und Behandlung, entspricht die Lebenserwartung eines Asthmatikers der eines Gesunden.

Ist Asthma vererblich?

Asthma ist keine typische Erbkrankheit, kommt aber in manchen Familien gehäuft vor. Vererbt wird offenbar nicht die Krankheit selbst, sondern die Bereitschaft, irgendwann im Leben Asthma zu entwickeln. Ob die Krankheit entsteht, hängt von verschiedenen Umweltfaktoren ab, zum Beispiel von der Häufigkeit der Infekte im Kindesalter.

Wie wird Asthma behandelt?

Die moderne Asthmatherapie umfasst vier Grundelemente: die Vermeidung von Auslösern, die medikamentöse Therapie, nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Atemtraining und Raucherentwöhnung sowie ein gutes Selbstmanagement. Meist werden zwei Arten von Asthmamedikamenten verschrieben: Die Entzündungshemmer (Controller) kontrollieren die chronische Entzündung der Atemwege. Schnellwirksame bronchialerweiternde Medikamente (Reliever) verschaffen eine schnelle Linderung der Atemnot. Die meisten Asthmamedikamente werden inhaliert, weil so eine schnellere und gezieltere Wirkung möglich ist und der Organismus wird weniger belastet.

Ist Sport für einen Asthmatiker möglich?

Inzwischen weiß man, dass Bewegung auf Dauer sogar die Beschwerden bei Asthma lindern kann. Die körpereigene Abwehr wird gestärkt, die Leistungsfähigkeit nimmt zu, Selbstwertgefühl und Lebensqualität steigen.

Wodurch werden Asthmaanfälle ausgelöst?

Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Beim allergischen Asthma sind es bestimmte Allergene, die den Anfall auslösen, zum Beispiel Tierhaare, Hausstaub oder Pollen. Daneben können auch Duftstoffe, Nebel, kalte Luft oder Belastung (körperliche oder seelische) einen Anfall auslösen. Wer seine persönlichen Auslöser kennt, sollte diese meiden.

Merkt man rechtzeitig, wenn ein Asthmaanfall droht?

Asthmaanfälle kündigen sich meist schon mehrere Stunden oder Tage vorher an. Wenn Sie die Warnhinweise bei sich kennen und sich selbst gut beobachten, können Sie in vielen Fällen gegensteuern, bevor es zu einem Asthmaanfall kommt.

Wie kann ich mit einem Asthmaanfall umgehen?

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt einen genauen Notfallplan zusammenstellen, der Ihnen erklärt, welche Maßnahmen Sie in welcher Reihenfolge einsetzen sollen. Hilfreiche Maßnahmen sind: atemerleichternde Körperhaltungen (zum Beispiel der Kutschersitz), Atemtechniken (zum Beispiel die Lippenbremse) und natürlich die Notfallmedikamente.

Was sollte ich als Asthmatiker immer bei mir tragen?

Tragen Sie auf jeden Fall Ihre Notfallmedikamente immer bei sich. Zusätzlich ist ein Notfallplan hilfreich, der Sie bei einer Asthmaattacke an die notwendigen Maßnahmen erinnert.

Wie wird Asthma diagnostiziert?

Der behandelnde Arzt führt zunächst eine Anamnese (Befragung über die Krankheitsgeschichte, Symptome und Lebensumstände) durch. Danach folgt eine körperliche Untersuchung und ein Lungenfunktionstest. Eventuell werden weitere Untersuchungen fällig, zum Beispiel ein Allergietest.

Kann ich bei Asthma weiterhin rauchen?

Sie sollten auf jeden Fall das Rauchen aufgeben! Rauchen verschlimmert die Asthmasymptome und kann außerdem zu weiteren schweren Erkrankungen führen, zum Beispiel zur Lungenkrankheit COPD. Achten Sie auch darauf, dass Sie sich in rauchfreier Umgebung bewegen. Setzen Sie durch, dass in Ihrer Wohnung und an Ihrem Arbeitsplatz niemand raucht!

Sollte ich in einer Schwangerschaft die Asthmamedikamente absetzen?

Natürlich sollten in der Schwangerschaft möglichst wenige Medikamente eingenommen werden. Die Folgen eines schweren Asthmaanfalls können für das ungeborene Kind aber eine deutlich größere Gefahr darstellen als die Medikamente. Wichtig ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, mit dem Lungenfacharzt und mit dem Frauenarzt. Wahrscheinlich wird eine engmaschigere Kontrolle in der Schwangerschaft nötig.